Man kann es einfach nicht oft genug wiederholen: Die Primal Ernährungsform ist keine Diät!

Sich Primal oder Paleo (da gibt es einen kleinen Unterschied) zu ernähren bedeutet, echte Lebensmittel zu konsumieren, mit einer Betonung auf echt.

Es ist eine gesunde Ernährungsform im Einklang mit unseren Genen.

Die Evolutionsgeschichte …

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…. beläuft sich auf etwa 2.5 Millionen Jahre, wovon die menschliche DNS (homo sapiens) etwa 160.000 Jahre alt ist. Unsere primitiven Vorfahren waren Jäger und Sammler. Es gab keine Städte oder Siedlungen. Es gab nur die raue Natur, ihre Gefahren und einige Spezies unserer alten Vorfahren. Das Leben damals war überaus gefährlich: ein verstauchter Fuss wurde da zur tödlichen Verletzung, da man leichte Beute wurde und somit bei einem natürlichen Räuber, wie z.B. dem Säbelzahntiger auf der Speisekarte landete. Diese Realität, so wie auch die damals hohe Kindersterblichkeit, sind einer der Gründe, weshalb die relativ kurze durchschnittliche Lebenserwartung unserer primitiven Vorfahren von unseren Kritikern gerne als Gegenargument für die Paelo oder Primal Bewegung genutzt wird. Da muss man also genauer hinschauen, denn Statistiken können mitunter auch sehr irreführend sein.

Und trotzdem gibt es uns heute …

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… und zwar auf der Grundlage des „Überleben des Stärksten, bzw. des Fitesten“. Die, die diesen Herausforderungen trotzten und überlebten – und daran gibt es keinerlei Zweifel seitens der archäologischen Wissenschaft – hatten, sofern sie das 37. Lebensjahr überwunden hatten, eine Lebenserwartung, die unserer heute sehr ähnlich war. Es wurden Steinzeitmenschen ausgegraben, deren Skelette zeigen, dass sie durchaus 80 Jahre oder älter wurden. Und das ohne Arzt, Medizin oder Chirurgie. Beeindruckend ist da vor allem die Tatsache, dass diese Menschen offensichtlich nicht an denselben Beschwerden gelitten hatten, die wir heute als selbstverständliche Verschleisserscheinungen im Zusammenhang mit zunehmendem Alter hinnehmen: kaum Karies, kein Diabetes, Osteoporose, Arthrose oder ähnliche degenerative Prozesse. Es scheint, als wären sie fit gewesen bis sie umfielen oder auf Grund des altersbedingten Langsamerwerdens, trotzdem von einem Raubtier erwischt wurden. Ihre Lebensqualität und Fitness war definitiv eine andere als unsere, mussten sie damals kilometerweise wandern, jagen, klettern und rennen, um Beute zu machen bzw. nicht zur Beute zu werden. Unsere Nahrungsbeschaffungsmassnahmen beschränken sich doch meist darauf, mit dem Auto in den nächstgelegenen Supermarkt zu fahren und dann mit dem Aufzug von der Tiefgarage rein ins Geschäft.

Die Ernährung

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Die Lebensmittel von damals haben – wie Sie sich sicher vorstellen können – mit dem, was heute auf unseren Tellern landet, nichts gemeinsam. Unsere Gene sind darauf ausgerichtet, Fette, tierisches Eiweiss, Gemüse, Nüsse und ab und zu Früchte zu konsumieren … nicht nur um zu überleben, sondern trotz eines sehr widrigen Umfeldes aufzublühen. Es gab nur naturbelassene Lebensmittel die entweder gefangen oder gefunden wurden. Oder Reste von dem, was Raubtiere übrig liessen, denn es darf nicht vergessen werden, dass es sehr lange keine Waffen gab, um die Tiere selbst zu erbeuten. Übrig blieben meist Hirn und Knochenmark, weil die grösseren Raubtiere im Gegensatz zu uns da nicht rankamen. Also reines Eiweissfett allerhöchster Qualität, welche im übrigen auch dazu beigetragen hat, dass das Menschenhirn wuchs und sich vor etwa 160.000 Jahren somit die DNS in 2 Linien: die der Affenmenschen und der vom Homo Sapiens aufteilte. Ansonsten gab es Beeren, Wurzeln, Nüsse, Samen und Gemüse- und Obstsorten, die wir heute kaum noch kennen. Zu Eiszeiten gab es ausser Fleisch und tierischem Fett gar nichts, denn zu Eiszeiten wächst bekanntlich nichts. Wir überleben also nachweislich sehr gut auf der Basis von tierischen Fetten und Eiweiss und ab und zu – wenn die Natur es gut mit uns meinte – ein paar Kohlenhydraten.

Diese Lebensmittel erlaubten uns nicht nur, zu überleben, sondern all den Widrigkeiten die die Natur zu bieten hatte zu trotzen, die besten Gene weiterzugeben bis ….

160.000 Jahre versus 10.000 Jahre

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…. vor etwa 10.000 Jahren, also ein Wimpernschlag im Vergleich zur Evolutionsgeschichte, anfingen, uns niederzulassen und Landwirtschaft zu betreiben. Unsere Art der Nahrungsbeschaffung änderte sich: der Jäger und Sammler wurde zum Landwirt und Gärtner. Es kamen Getreide und Hülsenfrüchte auf den Teller. Das Getreide wurde zudem konsequent verarbeitet, was es erlaubte, immer mehr Menschen zu ernähren. Wir gründeten soziale Strukturen um uns gegen die Widrigkeiten der Umwelt zu schützen. Allerdings war dies auch in etwa der Zeitraum in dem Archäologen bei ihren Ausgrabungen die ersten degenerativen Prozesse in Sachen Zähne und Skelette, sowie einen starken Rückgang der Lebenserwartung dokumentierten. Unsere Gene können sich zwar durchaus veränderten Umständen anpassen. Zum Beispiel hat sich unsere Hautfarbe (unser Ursprung liegt ja in Afrika) im Laufe der Jahrtausende aufgehellt, je höher wir gen Norden migrierten, damit wir überhaupt noch UVB Strahlen (eine unerlässliche Vitamin D Quelle) aufnehmen können. Gene verändern sich aber nicht so schnell wie wir das mit unserem Umfeld tun. Der genetische Code verändert sich Studien zufolge in 50.000 Jahren um nur 1%. Das reicht nicht für das, was jetzt noch kommt….

Denn es kommt noch schlimmer: die letzten 100 Jahre …

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In den letzten 100 Jahren haben wir so massiv in die Natur und unsere Art der Ernährung eingegriffen, dass es eigentlich kein Wunder ist, dass wir so lahm, rund und ungesund sind und so viele neue, unerforschte Krankheiten und Unverträglichkeiten auftauchen. Heute könnten in der Welt, so wie sie sich vor Millionen vor Jahren präsentierte, nur wenige von uns überleben, so lahm und kraftlos sind wir geworden.

Das weitverbreitetste Nahrungsmittel in der westlichen Welt: der Weizen – ist eine von Menschenhand genetisch veränderte Pflanze. Der Weizen ist fast überall, auch sehr oft dort, wo Sie ihn gar nicht erwarten. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das eigentliche Urkorn, bestehend aus einem fast 2 Meter hohem Halm und einer winzigen Ähre zu der Pflanze, wie wir sie heute kennen. Die Pflanze wurde so lange mit verschiedensten Gräsern gekreuzt, dass sie zum einen produktiver ist und zum anderen einfacher zu ernten ist. Allerdings hat sich dadurch die Genetik dieser Pflanze gravierend verändert: das einstige Urkorn bestand aus 4 Chromosomen, zu biblischen Zeiten warne es schon 14 und heute besteht der Weizen aus 42 Chromosomen. Dieses gravierende Eingreifen in das, was die Natur uns zu bieten hat, führt bei vielen Menschen (und es werden täglich mehr) zu gravierenden Darmproblemen, Allergien und Autoimmunkrankheiten. Viele davon sind nachweislich unmittelbar mit Weizenkonsum verbunden.

Massentierhaltung: Eine weitere Ungeheuerlichkeit und ein beschämendes Armutszeugnis der so genannten höher entwickelten Menschheit. Dieses Fleisch birgt für den Menschen weitaus weniger werthaltige Proteine. Die Fettquellen sind – auf Grund der schlechten Fütterung dieser „Nutztiere“ für uns sogar im höchsten Masse ungesund. Die Giftstoffe und die „schlechten Fette“ die durch die falsche Ernährung dieser Tiere entstehen, werden nämlich im Fett gelagert, das wir dann später essen. Ein Teufelskreis, denn auch Tiere sind genetisch nicht auf das Essen von Körnern vorbereitet. Wir essen kranke, traurige und gestresste Tiere. Alles davon lagert sich im Fleisch das wir täglich konsumieren und es gibt viel zu wenig Leute, die sich darüber Gedanken machen.

Alle anderen Lebensmittel sind vollgepumpt mit Zucker oder Derivativen davon, Getreide und Chemikalien um die mangelnde Werthaltigkeit (also auch schlechteren Geschmack) zu vertuschen. Die wichtigste Bedingung für die Supermärkte: Essen muss haltbar sein. Und zwar so lange wie möglich. Alles führt dazu, dass wir noch gieriger und hungriger werden – gegen unseren Willen. Wir wollen immer mehr davon und das führt dazu, dass andere – insbesondere die Lebensmittel-, Pharma- und Fitnessindustrie Geld verdienen.

Auf Grund der medizinischen Fortschritte, die viele Probleme kompensieren, werden wir zwar mehr und älter, aber wir bezahlen das Alter mit unserer Gesundheit, insbesondere in der zweiten Lebenshälfte. Die Statistiken der Welternährungsorganisation der WHO sind beängstigend und beweisen eindeutig, dass wir in eine falsche Richtung unterwegs sind.

Es gibt aber ein Entkommen aus diesem Teufelskreis: auch heute kann man sich nachhaltig ernähren, mit ECHTEN Lebensmitteln und im Einklang mit der Natur und unseren Genen.

Gehen wir doch einfach mal einen Schritt zurück und denken an die Evolution der Menschheit.

 

Wie wäre es mit einer (R)Evolution?

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